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Zur Keekener Geschichte
Betreffende de geschiedenis van Keeken
Quellen: 19-22, 24-26
8. und 9. Jahrhundert
Haus
Keeken wird in Urkunden erwähnt
vor 1046
Erwähnung einer Kirche in "Kiken"
1228
Diakon und
Kanonikus Hathowardus schenkt seiner Stiftskirche in Xanten das Keekener
Patronatsrecht
1423
Pfarrer Gerhard Henrici verstirbt
10. Juli 1445
Arnold von Geldern verpfändet das Amt Düffel, zu dem Keeken gehört,
an seinen Schwiegervater, den Herzog Adolf von Cleve
15. Jahrhundert
Errichtung des niedrigen Westturmes der katholischen Kirche
02. August 1473
Karl der Kühne
überschreibt dem Herzog Johann von Cleve das Land Düffel zum erblichen Besitz
1532
Erbauung des Chores der katholischen Kirche
11. Juni 1552
Der Kanonikus der Kirche in Xanten, Pfarrer Wolfgang van Duiven
stirbt. Sein Nachfolger als Pfarrer in Keeken wird Johann von Arntzem
1553
Johann von Arntzem wird Pfarrer zu Keeken, ernannt durch den Herzog
von Kleve, der das Präsentationsrecht für sich beansprucht
1587
Johann von Arntzem, Pfarrer zu Keeken, stirbt und wird am
04.05.1587 in der Pfarrkirche zu Kleve begraben
1609
Das Herzogenhaus von Kleve erlischt. Die Pfarrstelle in Keeken wird
von da an abwechselnd durch das Xantener Domkapitel und den Landesfürsten
besetzt
06. April 1646
Graf Adrian von Bylant erkauft sich die Jurisdiktion über Keeken,
Bimmen und Düffelward. Sie werden der Gerichtsbarkeit Haus Halt unterstellt
Ende des 17. Jahrhunderts
Das Chor der katholischen Kirche erhält seine Seitenschiffe, der
Turm wird um seine Backsteinpartie erhöht
1701
Spanischer Erbfolgekrieg
1702
Zerstörung der Orgel der kath. Kirche durch Kriegseinwirkungen
10. Juli 1710
Ludwig Roelman, Graf von Bylant, ruft den Keekener Schützenverein
ins Leben
1711
Hochwasser
beschädigt Haus Halt
1728
Haus Halt von Bylant wird durch ein Waal-Hochwasser endgültig
fortgespült
Die katholische Kirche erhält eine Barockkanzel
1740
Errichtung der
reformierten Pfarrkirche zu Keeken durch den Grafen von Bylandt
1787
Keeken zählt 489 Einwohner
1794
Einmarsch der
französischen Truppen. Auflösung des Amtes Düffelt
1799
Einrichtung der Bürgermeisterei (Mairie) Keeken unter
napoleonischer Herrschaft.
Keeken wird selbständige Gemeinde mit den
Ortschaften Düffelward und Bimmen
1801
Volkszählung
Laut
Vereinbarung der französischen Regierung mit dem Heiligen Stuhl werden alle
linksrheinischen Patronate aufgehoben.
Keeken wird dem Bistum Aachen unterstellt
1809
Die Kastenmühle des Grafen von Bylant wird durch ein Hochwasser
zerstört
11. Januar 1811
Inbetriebnahme
der neuen Mühle. Erster Pächter: Leendert Reymer
1814
Abzug der napoleonischen Truppen
1815
Bildung des "Amt Keeken" mit den Gemeinden Keeken und Rindern,
sowie des "Amt Niel" mit den Gemeinden Niel, Zyfflich, Mehr und Wyler
1817
Keeken stellt zwecks Durchführung von Patrouillen eine Eigenwehr
auf
1821
Keeken wird
infolge des Konkordates zwischen dem Heiligen Stuhl und Preußen dem Bistum
Münster unterstellt
1823
Volkszählung
1824
Gründung der St.
Johannes Gilde
Hochwasser zerstört die evangelische Kirche, durch Spendengelder
kann sie wiedererrichtet werden
1828
Die Gebrüder Lüps kaufen die Mühle, die bis dahin vom Grafen
verwaltet wurde, sowie den Bramenhof, der Sitz des Müllers ist
1829
Mit dem Tod von
Friedrich Graf von Bylant und dem damit verbundenen Aussterben der
männlichen Linie der Grafen von Bylant
werden sämtliche in Keeken gelegene Güter verkauft
23. April 1831
"Theilungs-Vertrag über die Keekensche Bau und Weide-Gemeinde"
1832
Keeken zählt 671 Einwohner
1835
Pfarrer Daamen
verstirbt, ihm folgt Johann Heistermann im Amt
1836
Teile des Goldes und Silbers der katholischen Kirche werden verkauft,
aus dem Erlös wird die Kirche renoviert
1846
Eine zweite Mühle wird am Haasenhaus durch
Johann Liebeton erbaut
1848
Volkszählung
1850
Pfarrer Heistermann lässt die heute noch bestehende Kaplanei
errichten
Zerstörung des gotischen Sakramenthäuschens
1855
Heinrich Bühner wird Pfarrer in
Keeken
Bau des Zyfflicher Querdamms und damit Beendigung ständigen
Hochwassers
1861
Volkszählung
1870
Franz Kaysers wird Pfarrer
in Keeken
Juli 1870
Deutsch-Französischer Krieg
18. Januar 1871
Gründung des
dt. Reiches. Auf Betreiben Bismarcks hin lässt sich Wilhelm I. zum Kaiser
proklamieren
1872
Die katholische
Kirche erhält einen Anbau sowie ein neues Portalfenster im Turm
1876
Gründliche Restaurierung der Keekener Pfarrkirche
1881
Friedrich Alfes wird Pfarrer in Keeken
1887
Einweihung der
neuen Orgel der kath. Kirche
1893
Die alte Barockkanzel der katholischen Kirche wird durch eine
neugotische ersetzt
1894
Johann Troost wird Pfarrer in Keeken
Ein Feuer im Pfarrhaus beschädigt die evangelische Kirche. Bei der
Renovierung erhält sie ihre markante Zwiebelhaube
1896
Gerhard
Zimmermann wird Pfarrer in Keeken
16. März 1896
Gründung des Spar- und Darlehenskassenverein
22. März 1897
Beginn der Produktion der Molkerei
1909
Mathias Seldes wird Pfarrer in Keeken
25. September 1910
Einweihung des Schützenhauses
24. Oktober 1910
Der erste Stromlieferungsvertrag wird mit der Gemeinde Keeken
abgeschlossen
1911
Einrichtung der Verladestelle am Vossegatt
03. November 1911
Die Stromversorgung von Keeken wird aufgenommen
01. August 1914
1. Weltkrieg: Deutsche Kriegserklärung an Russland. Am 03. August
1914 folgt die deutsche Kriegerklärung an Frankreich
1916
Gründung der Schuhfabrik an der Nieler Straße (ehemals Große
Straße) durch Jacob
Kleinmanns
09. November 1918
Novemberrevolution:
Deutschland wird zur Republik
11. November 1918
Deutschland schließt sich dem Waffenstillstand an
16. Dezember 1918
Belgische Besatzungstruppen ziehen in Keeken ein und werden bis zum
04. September 1919 im Schützenhaus untergebracht
1920
Gründung des Radfahrvereins "Schwalbe"
05. September 1920
Einweihung einer neuen Orgel in der kath. Kirche, gebaut von der
Firma Seifert, Kevelaer
1925
Karl Jürgens wird Pfarrer in Keeken
Keeken, Bimmen und Düffelward zählen zusammen 1182 Einwohner
31. Oktober 1926
Enthüllung des Kriegerdenkmals
1928
Der morsche, hölzerne Glockenstuhl der katholischen Kirche wird
durch einen eisernen ersetzt
Gründung des Sportvereins "Nordwacht
Keeken"
15. Januar 1928
Vier Clemens-Schwestern ziehen in das Marienheim ein, später weiter in
das Gut von Deichgräf Gerhard Hülsken
1930
Vereinigung der Ämter Keeken und Niel
1933
"Gleichschaltung" des Keekener Schützenvereins. Die
NSDAP-Kreisleitung ernennt den neuen Vereinspräsidenten
01. September 1939
Mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen beginnt das
Deutsche Reich den zweiten Weltkrieg
1942
3 der 4 Glocken der katholischen Pfarrkirche müssen abgeliefert
werden. Lediglich die Älteste, im Jahre 1332 gegossen, darf in Keeken
bleiben
07. Oktober 1944
Britische Flugzeuge bombardieren Kleve, die nahe Stadt liegt in
Schutt und Asche
15. Oktober 1944
Keeken ist Teil der "roten Zone". Bis zum 15. Oktober 1944 muss die
Zivilbevölkerung diese Zone verlassen
07. April 1945
Ein weiterer Luftangriff vernichtet die bis dahin unversehrt
gebliebenen Teile der Klever Oberstadt
07. Mai 1945
Deutsche Kapitulationserklärung
27. Januar 1947
Heinrich Scharpegge wird Pfarrer in Keeken
1948
Kriegschäden an der katholischen Kirche werden repariert (Turm,
Fenster, gesprengter Schrank in der Sakristei)
20. Juni 1948
Währungsreform: In der Gaststätte Terlinden erhält jeder gegen
Einzahlung von 60RM 40 Deutsche Mark, innerhalb der nächsten 2 Monate
weitere 20DM
09. Oktober 1949
2 der 3 abgelieferten Glocken der Pfarrkirche können nach Ende des
Krieges unversehrt wieder nach Keeken heimkehren
14 Mai 1950
Mangels Vorhandensein eines genauen Gründungsdatum feiert der
Kirchenchor Cäcilia Keeken 100jähriges Bestehen
1955
Die neugotischen Malereien im Chorgewölbe der katholischen Kirche
werden übertüncht. Bis 1982 bleiben sie verborgen
1956
Einstellung des Mühlenbetriebes
1960
Die letzten Keekener Häuser werden an die öffentliche
Wasserversorgung angeschlossen
1961
Keeken zählt 684 Einwohner
10. April 1961
Die Clemens-Schwestern kehren nach Münster zurück
22.07.1966
Einweihung der neuen Katholischen Grundschule Keeken
1967
Schließung der Molkerei, Einrichtung eines Lebensmittelsgeschäftes
Gründung des Heimatvereins
01. Juli 1969
Kommunalreform: Auflösung der Ämter. Keeken fällt an Kleve, Niel an
Kranenburg
24. Oktober 1970
Gründung des Damenschießclub "Schrotkörnchen"
1972
Die Schuhfabrik "Spitz" schließt
30. August 1972
Pfarrer Scharpegge stirbt. Pfarrer Heinrich Brey übernimmt die
Pfarrei in Keeken
07. September 1974
Gründung der Katholischen Frauengemeinschaft Keeken-Bimmen
1975
Pfarrer Henry Bernhard Peet übernimmt die Pfarrei Keeken
1980
Pfarrer Alfons Freistühler übernimmt die Pfarrei Keeken
Restaurierung der evangelischen Kirche
1983
Restaurierung der katholischen Kirche
1990
Pfarrer Klaus Recker übernimmt die Pfarrei Keeken
Umfunktionierung der Mühle zu einem "Zentrum für Begegnung und
Meditation"
1990/91
Neugründung des Cäcilienchores Keeken-Bimmen-Düffelward
1991
Im Landeswettbewerb ”Unser
Dorf soll schöner werden” erhält Keeken eine Silbermedaille
1993
Im Landeswettbewerb ”Unser
Dorf soll schöner werden” erhält Keeken eine Silbermedaille
1995
Umfunktionierung der Mühle zum "Alten-
und Pflegeheim Mühle Keeken"
Im
Landeswettbewerb ”Unser
Dorf soll schöner werden” erhält Keeken eine
Goldmedaille
Im Bundeswettbewerb „Unser
Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“ erhält Keeken eine
Silbermedaille
12. Mai 2000
Eröffnung des Infozentrums "De
Gelderse Poort" auf "Beckers halben Hof"
2001
Umbenennung der "Katholischen Grundschule Keeken" in "Karl Thelosen
Grundschule"
09.09.2001
Pfarrer Andreas Poorten übernimmt die Gemeinden Keeken, Bimmen,
Düffelward und Rindern
2003
Im Landeswettbewerb
„Unser
Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“
erhält Keeken eine Goldmedaille
2004
Im
Bundeswettbewerb „Unser
Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“ erhält Keeken eine
Bronzemedaille
03. Mai 2004
Beginn der Kanalbauarbeiten in Keeken und somit Anschluss an das
öffentliche Abwassersystem
Die Gegenwart
Im Jahr 2005 hatte Keeken 768 Einwohner (2004: 716). Das Streudorf liegt am
untersten Niederrhein, unmittelbar an der deutsch-niederländischen Grenze
und ist ein Teil der Stadt
Kleve.
Das durch die Landwirtschaft geprägte Dorf umfasst eine Fläche
von 9,87 qkm (10% des Stadtgebietes Kleve) und befindet sich auf einer
mittleren Höhe von ca. 12 m ü.NN.
Es verfügt über 5 km Landstraßen und ca. 21 km Stadtstraßen.
Mit nur 78 Einwohnern/qkm (2005) ist Keeken der am viertwenigsten besiedelte
Ortsteil der Stadt Kleve (nach Salmorth, Warbeyen und Wardhausen).
75 % der Keekener sind katholischer Konfession, ca. 9 % sind
evangelischer Konfession und weitere 16 % gehören einer anderen oder keiner
Konfession an.
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